Cub scouts legen nach: Mit Do you hear kommt ein weiterer Easy Listening Track an die Öffentlichkeit. Leicht flockig und zum fensterrunterkurbeln ist der Song.
Reichlich Vorschusslorbeeren bekam der junge Brad mit seiner selbstbenannten Band Oberhofer. Gestern Abend stand bereits sein zweiter Besuch in Berlin an. Leider haben es nur gut 50 Leute in den Comet Club geschafft. Dabei entpuppt sich der mehr als tanzbare Indie-Disco-Sound von Brad, Pete, Mat und Ben - alias Oberhofer - zu weitaus Größerem. Catchige Melodien, verspielte Soloparts, Bandgeschrammel, Oooohs und Ahhhhs. Die meisten Hippster, Juteträger, Nerds und Musikliebhaber hätten da ihren Gefallen dran gehabt. Auch wenn es für verschrobene Ohren sicherlich zu glatt klingt oder geklungen hat, eins muss man Oberhofer attestieren: Es war eine tolle Show, die mit guten 45min recht kurz aber dafür sehr abwechslungsreich, energiegeladen, musikalisch klasse performt und mit einer reifen Präsenz gespickt war. Dabei wirkt Brad Oberhofer durch sein junges Aussehen wie der kleine Junge von Nebenan. Seine Ausstrahlung, eine selbstbewusste Sicherheit auf der Bühne, läst ihn reifer wirken. Nahezu alle Songs des Debütalbums Time capsules II wurden gespielt. Landline, I could go und oOoO ließen alle Anwesenden zu Tanzbewegungen animieren. Das noisige Intro zum Stück Haus erschreckte sogar viele, als nach leisen Klängen urplötzlich ein gehöriger Lärm produziert wurde. Der Track selber avancierte auch wegen des Intros für mich zum Highlight. Die größte Resonanz erfuhren Oberhofer nach ihrem Song Away frm u. Ich freu mich jetzt schon auf mehr Songs, größere Konzerte und damit auch mehr Zuschauer. Kein Geheimtipp mehr!
Born gold, früher unter dem Namen Gobble gobble aktiv, sind Mittwochabend in Berlin zu Gast. So weit ich weiß, ist es ihre Deutschlandpremiere. Präsentiert wird das ganze von den feinen Leuten von No Fear Of Pop. Damals schon sind Born gold mit ihrem spacig punkig angehauchten Elektrodance, bestens verkörpert in den Songs Boring horror oder End of days aufgefallen. Seit einiger Zeit und nach Überarbeitung des Bandkonstrukts gibt es das "Debüt" Bodysongs bei Soundcloud und Bandcamp als Stream und Download. Die Band veröffentlichte unter dem Namen Gobble gobble bereits einige lange und kurze Platten/Tapes. Betrachtet man sich die Livevideos, so dürfte die Nachbarschaft vom Naherholung Sternchen heftigst ins Schwanken kommen. Party on!
16.05. Berlin, Naherholung Sternchen (feat. Kuhrye-oo und No Fear Of Pop DJ Team)
Schon letztes Jahr kamen vereinzelt Tracks von The Rest zum Vorschein. Nun ist es bald Juni und SEESAW steht dann endlich in den Plattenläden. Zum Glück muss man sagen, denn der Band passierte ein mehr als großes Missgeschickt, als ihr gesamtes gespeichertes Material verloren ging. Mit dem Ende April veröffentlichten Video zu Always on my mind (gefilmt von den Leuten bei Southern Souls) meldeten sich The Rest nun bei mir im Kopf zurück und es darf sich auf SEESAW gefreut werden. Die Pre-Orders der 300 blauen Vinyl Scheiben dürften vergirffen sein (auteurrecordings.com). Die siebenköpfige Band aus Hamilton, Ontario wird den Sommer definitiv aufpeppeln!
"On April 16th we invited a few friends over to our rehearsal space to
make a live video of our song Always On My Mind. This is the work of 30
people in one continuous take. Lots of singers, some animal costumes
(courtesy of theToronto Santa Clause Parade), a couple chalk
illustrators, and a modest helping of beer made the session possible."
Irgendwie streubte ich mich immer beim Hören von Get cape. Wear cape. Fly. Ich wußte damals nicht warum es den lauten Schrei nach Sam Duckworths ersten Werken gab. Ich konnte es nicht nachvollziehen. Es klang sperrig und nicht homogen in meinen Ohren. Vielleicht bemühte ich mich auch zu wenig, weil einfach viel zu viel andere Musik im Kopf rumsprang. Als ich Maps jetzt aber zum ersten Mal hörte, bzw. das Vorabvideo zu Daylight robbery sah, machte mich die ganze Chose um Duckworth aufmerksam. Jetzt liegt Maps vor mir, imaginär, weils nur die digitale Promo ist, aber immerhin.
Passend zum sommerartigen grad stattfindenen Frühling legt sich der Popbeatfunk von Get cape. Wear cape. Fly nieder in jede Tanzmuskulatur. The real McCoy ist keineswegs ein möchtegern Dance-Floor Song, sondern bedient sich eher traditioneller Poprock Charterfolge und wirkt mehr als nur radiotauglich. Duckworth mischt gekonnt wiederkehrende Elemente, choralartige Vertonung von Stimme und Musik, das geht ins Ohr und will da nicht so schnell wieder raus. Funkige Bassparts, Bläser und bestimmende Refrains spult Duckworth von Song zu Song runter (Vital statistics). Daylight robbery, welches mich letztendlich aufmerksam machte, besitzt einen Telekinesis oder schon leicht angehauchten smarten Thermals Charakter. Der Bass etwas rauher, ein paar Ooooohs und schon ist es im Kasten. Nichts für die Ewigkeit, aber für diesen Sommer. In den folgenden Call of duty und The joy of stress flacht das "Hippe" etwas ab und der Hörer erfährt die melancholischere Ader Duckworths. Letzterer Song, sowie das im Anschluss folgende Snap, erinnern mehr und mehr an Stücke, die auch aus der Feder von Ben Folds stammen könnten. Beim Track The long and short of it all holte sich Sam Duckworth Unterstützung vom englischen Rapper Jehst und packte somit einen The Streets-Verschnitt-Song ebenfalls mit aufs Album. Eine Hymne mit Offline maps und ein Easy Listening Song (Easy (complicated)) darf natürlich auch nicht fehlen. Das Outro bildet der Track London's burning, der wie ein großes inszeniertes Finale wirkt. Klavier, Songausbruch, mehrstimmiger Gesang. Ein solides Werk, welches mit einigen Songs es durchaus auf das ein oder andere Sommermixtape schaffen könnte. Das ganz große Gewitter blieb allerdings aus. A pros pros Gwitter. Mal vorbereiten für heute abend. Gruß.
Like it or not. Für mich neu und klingen tut es alt. Remember the gold old days. Your grandparents will jam to these tracks. Definitiv. Charme hat das Ganze auf jeden Fall und entzücken tut es auch. Barmentalität trifft auf Lo-Fi Surfboards. Wo ich bei Dean Martinez schon beim Soundtrack war, passt das ebenso wie die berühmte Faust aufs Auge. Like it or not. Neues Album von den aus Boston stammenden Mornin' old sport erscheint im Juni.